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Plusenergiehaus
Wie Nullenergiehäuser auch, versorgen sich Plusenergiehäuser selbst mit der benötigten
Energie für Wärme und Warmwasser. Allerdings produzieren Plusenergiehäuser im Jahr mehr
Energie als die Bewohner verbrauchen. Somit können sie die gewonnene Energie an andere
Abnehmer weiter geben. Plusenergiehäuser stellen eine konsequente Weiterentwicklung und
Alternative um Niedrigenergie und Passivhaus dar. Bei einem Plusenergiehaus wird das Dach
und die Fassade praktisch zu einem Solarkraftwerk umgebaut. Durch die Sonnenkollektoren
wird mehr oder weniger kostenlos Strom produziert, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Des
weiteren finanzieren die Sonnenkollektoren nicht nur den Verbrauch der Bewohner, sondern
sich selbst und sorgen nach der Amortisierung für ein monatlichen Energieeinkommen.
Neben den Sonnenkollektoren benötigt ein Plusenergiehaus eine
Wärmerückgewinnungsanlage und einen Erdwärmeübertrager. Das erste Plusenergiehaus
steht seit 1994 in Freiburg am Breisgau. Der Begriff „Plusenergiehaus" ist ein rechtlich
geschützter Markenname. Der Architekt und Erfinder des Plusenergiehauses, Rolf Disch,
arbeitet seit dem Jahre 2000 an einer Solarsiedlung, ebenfalls in Freiburg. Berücksichtigt
werden muss allerdings, dass beim Bau eines solchen Gebäudetyp Energie benötigt wird.
Diese hat sich jedoch nach guten achten Jahren wieder amortisiert. Plusenergiehäuser haben
eine kompakte thermische Gebäudehülle ohne Erker, Gauben oder anderen modischen
Schnörkeln. Des weiteren verfügen sie über einen sehr guten Wärmeschutz mit hochwertigen
Dämmstoffen von bis zu 50 Zentimetern Stärke. Durch die qualitativ hochwertigen
Dämmstoffe ist eine hohe Luftdichtigkeit mit weniger als 0,5 Luftwechseln pro Stunde
gewährleistet. Die Fenster bestehen aus einer Drei-Scheiben-Solarverglasung, die nach Süden
gerichtet sind, damit maximale Solargewinne realisiert werden können. Um in der
Nordfassende keinen Wärmeverlust zu haben, gibt es auf dieser Seite des Hauses weder
Fenster noch Türen.